Ein weiterer Baustein der Kreisstadt Dietzenbach bei der Modernisierung und energetischen Sanierung von städtischen Liegenschaften: Auf dem Dach der Kita 12 im Obernburger Weg, die seit dem vergangenen Jahr erweitert und saniert wird, stehen nun 36 Solarmodule und damit eine eigene Photovoltaik-Anlage auf einem begrünten Dach bereit. Über diese wird künftig der Strombedarf der Einrichtung zu 60 Prozent gedeckt werden können. Zudem wurde die gesamte Kita auf moderne und sparsame LED-Beleuchtung umgerüstet.
„Es war dringend notwendig, diese Kita-Einrichtung räumlich zu erweitern – und in diesem Zusammenhang sollte dann auch gleich modernisiert werden. Bei Sanierung, Umbau oder Erweiterung setzen wir aus städtischer Sicht immer auf nachhaltige, energieeffiziente und zukunftsfähige Lösungen. So sind unter anderem die PV-Anlage, das Gründach und die energiesparende Beleuchtung umgesetzt worden“, erläutert Monika Rühr, Fachbereichsleiterin Bau- und Immobilienmanagement.
Der Kita-Umbau beinhaltet einen neuen Anbau, über den zwei weitere Gruppenräume entstanden sind – gefördert über das Landesinvestitionsprogramm „Kinderbetreuung“ mit 500.000 Euro. Weiterhin konnten mittels Klimarichtlinie des Landes 90 Prozent der Kosten für das Gründach und 75 Prozent der Kosten für die PV-Anlage abgedeckt werden. Die Gesamtinvestition der Stadt für das Projekt liegt bei rund 2,17 Millionen Euro.
Nach mehreren Monaten Bauzeit wird die Einrichtung den Kindern, ihren Familien und dem pädagogischen Team ab März 2026 in modernisiertem Zustand zur Verfügung stehen. Mit dem neuen Anbau verfügt die Kita 12 dann insgesamt über 150 Betreuungsplätze für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren sowie ein Team von bis zu 20 Mitarbeitenden.
„Ein großer Dank gilt der beteiligten Baufirma Kai Laumann Zimmerei und Bedachungs GmbH aus Wettenberg, die unser Projekt im Obernburger Weg stets gut, konstruktiv, schnell und professionell begleitet und umgesetzt hat. Genauso den Städtischen Betrieben Dietzenbach, die in den Außenanlagen unterstützt haben“, ergänzt Fachbereichsleiterin Rühr.
Wichtiger Baustein des Projekts ist ein neuer Anbau, der in moderner Holzmodulbauweise errichtet wurde. Diese Bauweise sorgt nicht nur für eine besonders ressourcenschonende Umsetzung, sondern bringt auch pädagogische und gesundheitliche Vorteile mit sich. Der zweigeschossige Anbau grenzt an den vorhandenen Mehrzweckraum an und erweitert das Platzangebot um zwei neue Gruppenräume im Obergeschoss samt Intensivraum nach dem pädagogischen Konzept der Kita. Darüber hinaus wurden im Erdgeschoss der Personalraum vergrößert und die Sanitärbereiche modernisiert und umgebaut, so dass sie nun getrennt für Mitarbeitende und Besucher geführt werden können.
Fokus auf Energieeffizienz: In der gesamten Kita wurde während der Baumaßnahme eine moderne und sparsame LED-Beleuchtung installiert. Auf dem Dach des neuen Anbaus sind gleich zwei nachhaltige Technologien kombiniert: eine Photovoltaikanlage zur eigenen Stromproduktion, sowie ein Gründach, das zur Verbesserung des Mikroklimas, zur Regenwasserrückhaltung und zur Dämmung beiträgt. Die Leistung der insgesamt 36 Solarmodule liegt bei 16,56 kWp. Pro Jahr können damit rund 16.500 kWh Strom erzeugt werden. Außerdem wurde ein Batteriespeicher mit 10 kWh installiert, der sonnenarme Tage überbrücken kann und damit den Eigenverbrauch des PV-Stroms erhöht. Durch die Photovoltaik-Anlage kann der Strombedarf der Kita zu 60 Prozent gedeckt werden, und es wird eine CO2-Einsparung in Höhe von rund sechs Tonnen jährlich erreicht.
Städtische Gebäude in Dietzenbach sollen nicht nur modernisiert, sondern aktiv auf eine nachhaltige und energieeffiziente Zukunft ausgerichtet werden. „Mit dem Umbau der Kita 12 zeigt sich einmal mehr, wie Dietzenbach seine Infrastruktur weiterentwickelt: durch nachhaltige Bauweisen, moderne Energietechnik und durchdachte Raumkonzepte – immer mit dem Ziel, die Einrichtungen der Stadt für künftige Generationen besser, gesünder und zukunftsfähiger zu gestalten“, berichtet Bürgermeister Dr. Dieter Lang.
Über die Maßnahme verschaffte sich auch die LandesEnergieAgentur LEA Hessen, mit der die Stadtverwaltung regelmäßig zusammenarbeitet und beraten wird, ein Bild. Geschäftsführer Dr. Karsten McGovern sagte beim Besuch auf dem Photovoltaik-Dach: „Dietzenbach zeigt, wie es geht: Um die laufenden Kosten der städtischen Liegenschaften mit vielen Kindertagesstätten zu begrenzen, wird zum Beispiel der Stromverbrauch durch den Einsatz von LED- Leuchten reduziert und wie hier in der Kita im Obernburger Weg jetzt auch zu 60 Prozent durch eine neue Photovoltaikanlage auf dem Dach gedeckt. Das spart Geld, welches die wachsende Stadt lieber für Bildung und Erziehung der Kinder nutzt.“
Presseartikel vom 09.02.2026