Rechtliche Rahmenbedingungen

Kindertagesstätten und Tagespflegepersonen haben einen gesetzlichen Auftrag. Sie sollen:

  • die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit fördern.
  • die Erziehung und Bildung in der Familie unterstützen und ergänzen.
  • den Eltern dabei helfen, Erwerbstätigkeit und Kindererziehung besser miteinander zu vereinbaren.

Der Förderungsauftrag umfasst Erziehung, Bildung und Betreuung des Kindes und bezieht sich auf die soziale, emotionale, körperliche und geistige Entwicklung des Kindes. Er schließt die Vermittlung orientierender Werte und Regeln ein. Die Förderung soll sich am Alter und Entwicklungsstand, den sprachlichen und sonstigen Fähigkeiten, an der Lebenssituation sowie den Interessen und Bedürfnissen des einzelnen Kindes orientieren und seine ethnische Herkunft berücksichtigen.

 

Für Hessen

Am 01.01.2014 ist das Hessische Kinderförderungsgesetz (HessKiföG) in Kraft getreten. Es ändert das Hessiche Kinder- und Jugendhilfegesetzbuch (HKJGB). In diesem werden die Rahmen- und Förderbedingungen für Kindertageseinrichtungen sowie für die Betreuung bei Tagespflegespersonen geregelt.

Das Hessische Kinder- und Jugendhilfegesetzbuch schreibt in Einrichtungen Mindeststandards zum Schutz der Kinder vor. Diese betreffen Gruppengrößen, Alterszusammensetzungen, personelle Ressourcen in der KiTa und Qualifikationsanforderungen an die eingesetzten Fachkräfte sowie die Ausgestaltung der pädagogischen Konzeption.

Neben der Festlegung der Mindeststandards hat das Hessische Kinder- und Jugendhilfegesetzbuch auch die Förderung der Qualitätsentwicklung in den Blick genommen. So werden Einrichtungen, welche die Grundsätze und Prinzipien des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplans zur Grundlage ihrer pädagogischen Arbeit machen, beispielsweise durch entsprechende Qualitätspauschalen gefördert.

Auch Kindertagespflegepersonen können unter gewissen Voraussetzungen eine Qualitätspauschale beantragen.

Rechtsanspruch

Ab dem ersten Geburtstag haben Kinder einen gesetzlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz. Was dies genau bedeutet erfahren Sie hier.

Kinderschutz

Zu den Pflichten jeder Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflege gehört es, Kinder vor Gefahren zu schützen und für ihr Wohl zu sorgen.

Das seit 01.01.2012 in Kraft getretene Bundeskinderschutzgesetz konkretisiert diesen Auftrag und definiert verbindliche Verfahrensstandards im Kinderschutz. Gesetzlich ist der Kinderschutzauftrag insbesondere in den §§ 1, Abs. 3 und 8a des SGB VIII definiert und verankert.